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Unsere Ziele
“Der Verein fördert den Naturschutz und die Landschaftspflege im Sinne der Bundes- und
Landesnaturschutzgesetze und des Waldgesetzes im Bereich des ehemaligen
ruppenübungsplatzes Lieberose. Dieser Zweck soll insbesondere dadurch verwirklicht werden,
dass die Lieberoser Heide als Nationalpark für die Bevölkerung eingerichtet und
zugänglich gemacht wird”. (§1 der Satzung)
Ein Zuhause nach dem Eis
Vor 15.000 Jahren prägte die Weichseleiszeit das Bild der Brandenburger Landschaft. 1000 Meter hohe Eismassen
wälzten sich über das Land und prägten sein heutiges Gesicht. Urstromtal, Endmoräne und Grundmoräne
sind die geologischen Fachbegriffe für fruchtbare Fließlandschaften, kiefernbewachsene Sandhügel, stille Moore
und seenreiche, von Heide durchzogene Waldlandschaften. Im Naturschutzgebiet „Lieberoser Endmoräne“
finden sich beispielhaft jene typischen Landschaftsmerkmale, welche Adler, Wiedehopf und Fischotter
ein sicheres Zuhause geben. Hunderte Arten der Pflanzen- und Tierwelt stehen auf der Liste der bedrohten Arten.
Eine militärische Geschichte
Mit dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet als Truppenübungsplatz beschlagnahmt.
Rund 27.000 Hektar entfielen der Jahrhunderte langen Nutzung durch die Forst- und Landwirtschaft
– Gehöfte wurden aufgelöst, deren Existenz heute nur noch die einstigen Obstbäume bezeugen können.
Ein Betreten durch Zivilisten stand seither unter Strafe. Lediglich der Militärforstbetrieb durfte die Flächen
bewirtschaften.
Bis 1992 nutzten die Sowjetarmee und ihre Verbündeten den Platz.
Beim Sturm auf das Zielgebiet hinterließen die Panzerdivisionen nicht nur scharfe Munition,
sondern auf den mageren Sandböden derartige Spuren der Verwüstung, dass es durch Windeinfluss zur
Wanderdünenbildung kam. Das ist im Binnenland für Deutschland einmalig.
Drei Bereiche für den Nationalpark
Schon heute befinden sich im Gebiet riesige, unbetretbare Bereiche. Sie sollen der Natur überlassen bleiben.
Um sie erlebbar zu machen, setzt sich der Verein für eine weitmöglichste Entmunitionierung
und die punktuelle Erschließung des Gebietes durch historische Wege ein. Auf Trassen der Pferdebahn,
der Spreewaldbahn oder der stillgelegten Bahnlinie Frankfurt-Cottbus wollen wir das Gebiet
sanft erschließen und historische Ortsverbindungen wieder aufleben lassen.
In einem Pufferbereich um den geschützten Kern soll der traditionelle, naturnahe Waldbau
heimische Arbeitsplätze sichern. Von der Infrastruktur des dann größten Brandenburger Nationalparks
erhofft sich der Verein touristische, wirtschaftliche, kulturelle und soziologische Impulse für die umliegenden Ortschaften.
Ziele und Aufgaben des Fördervereines
Sandwüste, kreisende Adler, verschwiegene Seen, weite Heidekrautfelder -
dieses einmalige Natur- und Landschaftserlebnis hat den weltweit höchsten Schutzstatus verdient – den Nationalpark.
Doch um für Einheimische und Besucher zu einem unvergesslichen Naturerlebnis werden zu können,
darf die Lieberoser Heide nicht länger absolute Tabuzone bleiben. So ist die Einrichtung eines Nationalparks
mit seiner sanften touristischen Erschließung das Hauptziel des Fördervereins Nationalpark Lieberoser Heide e.V.
Seine Mitglieder sind Kommunen, Verwaltungen, Einwohner der umliegenden Orte und zahlreiche private Befürworter
der Nationalparkidee. Als gemeinnützige Körperschaft integriert unser Förderverein mit seinen Arbeitsgruppen
die Bedürfnisse der Menschen vor Ort in sein Konzept und stimmt es mit Fachverbänden, Behörden
und Bodeneigentümern ab.
Denn nur im Konsens der Beteiligten kann ein einmaliges Naturerbe bewahrt werden.
Wir bitten Sie um Ihre Hilfe
Die Einrichtung eines Nationalparks ist eine große Vision. Damit aus ihr Wirklichkeit werden kann,
ist der Förderverein auf jede Hilfe angewiesen.
Sei es durch Ihre einmalige Spende, Ihre dauerhafte Mitgliedschaft oder die Mitarbeit in unseren Arbeitsgruppen –
Sie können wesentlich dazu beitragen, dass die Lieberoser Heide
die Heimat seltener Pflanzen, Tiere und der Menschen vor Ort bleibt.
Werden Sie Mitglied!
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